DOKUMENTARFILM - IN ENTWICKLUNG

Wir ertrinken in einem Fluss der Informationen - wohl auch deswegen haben die simpelsten Botschaften Erfolg. Zu einer Zeit, in der alles Wissen immer und überall verfügbar ist, hat das „Postfaktische“ Konjunktur - welch ein Widerspruch! Die Masse der Informationen überfordert dabei zunehmend nicht nur die Generation der „digital immigrants“, sondern auch die „digital natives“. Die digitale Revolution ändert so nicht nur unsere Informationswelt, sondern zugleich das soziale Leben und die gesamtgesellschaftliche Mobilität. 

Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass trotz einer vernetzten Welt entscheidende Dinge nicht richtig miteinander verbunden sind. Wir wissen immer mehr, durchschauen und fühlen dabei aber wenig. Ist das Internet nur eine Krise in einer Zeit, in der Krisen im Trend sind - oder ist es doch schon die herbeigesehnte Evolution für eine globalisierte und solidarische Zivilgesellschaft? Inwieweit prägt die virtuelle Welt unsere gesellschaftlichen und realpolitischen Strukturen? 

Auch der Flaneur verschiebt seine Wanderungen ins Netz.
— Roger Willemsen

Der Film analysiert mit kreativen Mitteln die derzeit herrschende Diskrepanz zwischen der Virtualität und der Realität. In kleinen Beobachtungen und großen Bildern wird die Ambivalenzen des Digitalen sichtbar. Dabei treffen wir Optimisten wie Pessimisten des Zeitgeists. Ruhige, assoziative Bilder werden von zahlreichen Netz-Korrespondenzen unterbrochen. Durch User Generated Content entwickelt der Film ein neues filmisches Eigenleben. Der Film #disCONNECTED thematisiert nicht nur die Vernetzung der Welt, er greift ihre Mechanik auf. Der Film wird dabei interaktiv, die Auswertung transmedial.

 

Autoren: Christopher Dillig & Daniel Huhn

Regie: Christopher Dillig